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Zurück in die Unabhängigkeit nach einer belastenden Beziehung

Autorenbild: Aksana Modebadze
Aksana Modebadze
13. Aug.
7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 18. Aug.



zwischen Erschöpfung, Nähe und neuer Handlung


Es gibt Frauen, die in einer Familie immer mehr Platz machen.


Für die Kinder. Für den Partner. Für seine Arbeit. Für seine Gefühle. Für seine Bedürfnisse.


Und irgendwann merken sie, dass für sie selbst kaum noch etwas übrig geblieben ist.


Eine belastende Beziehung kann dazu führen, dass eine Frau sich selbst Stück für Stück aus den Augen verliert.


Mama ist den ganzen Tag für die Kinder da. Sie organisiert, kümmert sich, denkt voraus, hört zu, räumt auf, tröstet, plant. Wenn Papa nach Hause kommt und noch die Kraft hat, ausgelassen mit den Kindern zu spielen, sieht man den spielerischen Vater.


Und Mama?


Mama ist müde.


Und plötzlich wird genau diese Müdigkeit gegen sie verwendet.


„Warum spielst du nicht so mit den Kindern?“

„Warum bist du nicht lockerer?“

„Warum bist du nicht so eine gute Mutter?“


Aber kaum jemand sieht die Stunden davor.


Kaum jemand sieht, dass sie nicht erst um 18 Uhr Mutter geworden ist.


Sie war es schon morgens. Mittags. Nachmittags. Nachts. Und am nächsten Morgen wieder.


Dann verändert sich vielleicht auch noch ihre Gesundheit.


Der Körper funktioniert nicht mehr so wie früher. Nach Schwangerschaften, Geburten, Belastungen oder Krankheiten verändert er sich. Manche Dinge gehen körperlich nicht mehr so leicht. Längere Unternehmungen mit den Kindern werden schwieriger. Das Gewicht verändert sich. Der Körper verliert seine frühere Form.


Und statt zu fragen:


„Wie geht es dir eigentlich?“


wird auch das zum Vorwurf.


Warum sie nicht mehr so aussieht wie früher.

Warum sie nicht mehr so belastbar ist.

Warum sie nicht mehr überall mitkommt.


Dabei würde sie selbst gerne verstehen, was mit ihrem Körper passiert.


Sie geht zu Ärzten. Nutzt das, was die gesetzliche Krankenkasse übernimmt. Doch manchmal bleiben Fragen offen. Weitere Untersuchungen würden Geld kosten.


Geld, das sie nicht hat.


Und der Mensch neben ihr weiß das.


Er weiß, dass sie gesundheitlich kämpft. Er weiß, dass sie finanziell kaum Möglichkeiten hat. Er weiß, dass sie Unterstützung brauchen würde.


Und trotzdem bleibt alles, wie es ist.


Solange sein Leben bequem weiterläuft.


Auch beim Geld beginnt sie irgendwann, sich selbst immer kleiner zu machen.


Sie denkt:


Er arbeitet dafür. Also gehe ich vorsichtig damit um.


Sie kauft nicht das Schönste. Nicht das Beste. Manchmal nicht einmal das, was sie eigentlich möchte.


Sie sucht das Günstigste.


Das Notwendigste.


Sie verzichtet.


Während auf der anderen Seite Geld ausgegeben wird, als wäre immer genug davon da.


Und anstatt irgendwann zu hören:


„Danke, dass du auf so vieles verzichtet hast.“


hört sie vielleicht:


„Warum hast du nicht gearbeitet?“

„Warum gibst du Geld aus?“

„Die Kinder stehen bei mir an erster Stelle.“


Manchmal heißt es vorher sogar:


„Kauf dir doch etwas.“


Doch sobald sie tatsächlich etwas für sich kauft, folgen Streit, Vorwürfe, Schreien oder Beleidigungen.


Und irgendwann lernt sie:


Es ist sicherer, nichts mehr zu wollen.


Dabei versucht sie gleichzeitig, sich beruflich etwas Eigenes aufzubauen.


Eine Praxis. Eine Webseite. Eine Selbstständigkeit. Eine Zukunft.


Auch dafür braucht man Geld.


Wenn dieses Geld fehlt, macht man vieles selbst. Man lernt, improvisiert, arbeitet nachts, erstellt Inhalte, baut Webseiten, versucht sichtbar zu werden.


Nicht alles ist perfekt.


Aber man macht weiter.


Und natürlich möchte man sich beruflich von seiner besten Seite zeigen.

Mit guten Bildern. Mit professionellen Darstellungen. Vielleicht auch mit KI-generierten Bildern, wie es heute viele Unternehmen tun.


Doch das bedeutet nicht, dass man seine Realität versteckt.


Auf Social Media sieht man trotzdem die echte Frau.


Man sieht, dass ihr Körper heute anders aussieht. Dass sie keine 50 Kilogramm mehr wiegt. Dass das Leben Spuren hinterlassen hat.


Aber Menschen sehen häufig nur das Bild.

Sie fragen nicht:


Hat diese Frau gesundheitliche Probleme?


Was hat sie erlebt?


Wie viel trägt sie gerade?


Sie sehen nur:


„Sie entspricht nicht dem Bild, das sie verkauft.“


Aber Kompetenz hat keine Kleidergröße.


Erfahrung verschwindet nicht, weil der eigene Körper gerade kämpft.


Wissen wird nicht wertlos, nur weil das eigene Leben nicht perfekt ist.


Vielleicht kennt diese Frau ihre Werkzeuge sogar besonders gut, weil sie selbst jeden einzelnen davon gebraucht hat.


Wer weiß, wo sie heute wäre, wenn sie all dieses Wissen nicht gehabt hätte.


Und irgendwann geht es längst nicht mehr nur um Geld, Körper oder Arbeit.


Es geht darum, dass sie sich selbst verloren hat.


Ihre Zeit gehört ihr nicht mehr.


Ihr Körper fühlt sich fremd an.


Ihr Leben ist ein anderes geworden.


Und manchmal steht sie da und weiß nicht mehr:


Wer bin ich eigentlich?


Vielleicht war sie schon immer ein Mensch, der nicht viele Menschen um sich brauchte.


Keine riesigen Freundeskreise.


Keine hundert Bekannten.


Ein paar echte Menschen hätten gereicht.


Doch in einem anderen Stadt, ohne Freunde und ohne eigenes stabiles Umfeld, kann aus einem freiwilligen Alleinsein irgendwann echte Einsamkeit werden.


Dann sollte wenigstens der Partner der Mensch sein, mit dem man reden kann.

Doch was passiert, wenn auch das nicht möglich ist?


Wenn man sagt:


„Das hat mich verletzt.“


und daraus eine Lawine aus Wut entsteht?


Wenn jede Kritik als Angriff verstanden wird?


Wenn Traurigkeit nicht mit Verständnis beantwortet wird, sondern mit Gegenangriff?


Wenn man immer wieder dieselben Dinge erklärt?


Ruhig.


Dann weinend.


Dann vielleicht irgendwann schreiend, weil man einfach nicht mehr weiß, wie man noch gehört werden soll.


Und als Antwort kommt:


„Das hat mit mir nichts zu tun.“


„Geh zum Psychologen.“


„Geh zum Psychiater.“


Natürlich kann psychologische Hilfe wertvoll sein.


Aber kein Therapeut dieser Welt kann die Verantwortung eines Partners dafür übernehmen, wie er mit dem Menschen an seiner Seite umgeht.


Wenn jemand immer wieder verletzt wird, kann man nicht jede Reaktion darauf einfach zur Krankheit des anderen erklären.


Besonders schmerzhaft wird es, wenn man merkt, dass dieser Mensch sein Leben eigentlich nie wirklich mit einem geteilt hat.


Man fragt nach seinen Alltag, seinen Gedanken, seinem Leben – und stößt auf Wut.


Man erzählt selbst vom eigenen Alltag – und fühlt sich, als würde man stören.


Irgendwann redet man kaum noch miteinander.


Und irgendwann spürt man nicht mehr Liebe.


Sondern Ablehnung.


Vielleicht sogar Hass.


Und dann passiert etwas:


Er hat Affäre.


Und du freust dich.


Nicht, weil eure gemeinsame Geschichte bedeutungslos geworden ist.


Nicht, weil nichts wehgetan hätte.


Sondern weil du ihm trotzdem wünschst, geliebt zu werden.


Vielleicht kann dieser Mensch ihm etwas geben, was zwischen euch längst verloren gegangen ist.


Vielleicht liebt sie ihn auf eine Weise, die zu ihm passt.

Und du kannst ihm das gönnen.


Vielleicht ist auch das eine Form von Liebe:


Jemanden gehen zu lassen und ihm trotzdem Glück zu wünschen.


Aber dieses Mal gilt dieser Wunsch endlich auch dir selbst.


Denn plötzlich merkst du:


Jetzt darf auch dein Leben wieder beginnen.


Du willst wieder dein eigenes Geld verdienen.


Deine Selbstständigkeit aufbauen.


Eigene Entscheidungen treffen.


Deine Gesundheit ernst nehmen.


Deinen Körper wieder kennenlernen.


Deine Zeit wieder fühlen.


Und vor allem:


Du möchtest wieder du werden.


Nicht jemand Neues.


Nicht eine andere Frau.


Sondern die Frau, die du schon einmal warst.


Die Frau, die mit 26 oder 27 unabhängig war. Eigenständig. Frei in ihren Entscheidungen. Eine Frau, die wusste, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann.


Nur kommt diese Frau heute nicht genauso zurück wie damals.


Sie kommt mit allem zurück, was sie inzwischen erlebt hat.


Mit den Jahren der Abhängigkeit.


Mit allem, was sie ausgehalten hat.


Mit allem, was sie durchgestanden hat.


Mit den Momenten, in denen sie dachte, sie hätte sich selbst verloren.


Mit der Erfahrung, Mutter zu sein.


Mit der Erfahrung, Verantwortung zu tragen.


Mit dem Wissen, wie es sich anfühlt, sich selbst immer weiter zurückzustellen.


Mit der Fähigkeit, trotz Schmerz weiterzumachen.


Mit all den Werkzeugen, die sie gelernt hat.


Mit all den Fähigkeiten, die sie entwickeln musste, um nicht unterzugehen.


Wenn du schon damals eine starke, unabhängige Frau warst – wie viel Stärke hast du heute zusätzlich in dir?


Du gehst also nicht zurück zu deinem alten Ich.


Du holst es wieder hervor.


Und dieses Ich trägt heute zusätzliche Schätze in sich.


Neue Lebenserfahrung.


Neue Stärke.


Neue Fähigkeiten.


Mehr Tiefe.


Mehr Verständnis.


Mehr Ausdauer.


Mehr Bewusstsein darüber, was du möchtest – und vor allem darüber, was du nie wieder verlieren möchtest.


Vielleicht waren diese Jahre nicht nur die Jahre, in denen du dich verloren hast.


Vielleicht waren es auch Jahre, in denen ein Teil von dir unter vielen Schichten verborgen lag.


Aber darunter warst du die ganze Zeit noch da.


Und wenn diese Schichten jetzt langsam fallen, kommt nicht eine schwächere Version von früher zum Vorschein.


Da kommt dein unabhängiges Ich zurück – mit all den Schätzen, die es auf diesem schwierigen Weg gesammelt hat.


Noch ist nicht alles hell.


Vielleicht stehst du noch mitten im Dunkel.


Aber Dunkelheit bedeutet nicht, dass es kein Licht gibt.


Manchmal sind diese Lichter ganz klein.


Ein Kinderlachen.


Eine Umarmung.


Eine kleine Hand, die deine sucht.


Ein „Mama“.


Deine Kinder können diese zauberhaften Lichter sein, die dich durch eine Zeit tragen, in der du selbst den ganzen Weg noch gar nicht sehen kannst.


Und vielleicht musst du gerade gar nicht kämpfen.


Vielleicht hast du lange genug gekämpft.


Manches braucht Zeit.


Manches muss reifen.


Du weißt, dass du ein Ziel hast.


Du weißt, dass dein Leben noch nicht vorbei ist.


Und vielleicht besteht Stärke manchmal gerade darin, nicht mehr jeden Tag gegen alles anzurennen, sondern weiterzugehen, Schritt für Schritt.


Denn hinter der Dunkelheit wartet nicht irgendeine neue Frau.


Dort wartet dein eigenes Ich.


Das unabhängige Ich von damals – nur reicher an Erfahrung.


Stärker.


Bewusster.


Tiefe tragend.


Mit Fähigkeiten, die damals noch gar nicht da waren.


Mit Schätzen, die erst durch all das entstanden sind, was du erlebt, ausgehalten und überstanden hast.


Nicht neu.


Sondern du.


Nur mit mehr Leben in dir.


Mehr Stärke.


Mehr Tiefe.


Mehr Schätzen.


Und mit einem Wissen, das dir niemand mehr nehmen kann:


Du kannst wieder du sein.


Sogar stärker und besser als je zuvor – mit all den neuen Erfahrungen, Fähigkeiten und Schätzen, die in diesen Jahren dazugekommen sind.


Es hat alles seine Zeit.


Und wenn die Dunkelheit vorüberzieht, scheint die Sonne wieder.



Hast du dich in dieser Geschichte wiedererkannt? Möchtest du wieder mehr bei dir selbst ankommen, deinen eigenen Wert spüren und Schritt für Schritt wieder du selbst werden?


Mit „Selbstwert stärken – Selbstbewusstsein leben“ begleite ich dich dabei, deinen Selbstwert bewusster wahrzunehmen, deine innere Stärke zu aktivieren und mehr Sicherheit in dir selbst zu entwickeln.



 
 
 

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